Als ich mich in der Oberstufe meiner schulischen Bildung befand, mussten wir einen Aufsatz schreiben zu dem Thema: „Ich fahre für einige Wochen auf eine einsame Insel. Welche zwei Bücher nehme ich mit?“

Würde diese Frage heute an mich gestellt werden, wäre meine Antwort: „Die Bibel und das 2021 im Neufeld-Verlag erschienene Buch „Die Verschwörung der Verzagten und andere Ermutigungen“ von Thomas Baumann.

Um es vorwegzunehmen: Mich persönlich hat ein Buch lange nicht mehr so ermutigt und angespornt daraus (neu) gewonnene Erkenntnisse zu vertiefen und/oder umzusetzen, wie dieses. Schon der Titel macht neugierig und im ersten Kapitel erklärt der Autor, warum er diesen Titel gewählt hat. Er teilt dem Leser seine Vorliebe für Spionagefilme mit. Aber lesen Sie seine Erklärung selbst – Sie werden das Buch ohnehin nicht mehr ganz weglegen, bis Sie es zu Ende gelesen haben -.

Dass die Bibel und das Buch von Thomas Baumann eine, aus meiner Sicht, äußerst glückliche Verbindung aufzeigen, hat damit zu tun, dass der Autor bekennender Christ ist und seine Überlegungen, seine historische Streifzüge und autobiographische Einlassungen eng mit biblischen Inhalten verknüpft werden, bzw. sich auf die Bibel als Fundament stützen.

Der Autor unterteilt sein Buch in drei große Hauptkapitel mit dazugehörigen Unterkapiteln. Die Hauptkapitel betitelt er wie folgt:

I Das Wichtigste

Es ist das Kapitel über persönlich Erlebtes (für mich beinhaltet es die größten Ermutigungen, auch weil es so erfrischend authentisch ist und ich immer wieder erleichtert feststellen darf: Da schreibt einer von meinen Gefühlen, meinen Ängsten und Hoffnungen.

II Vorbilder

Auch in diesem Kapitel geht es um sehr persönliche Gedanken und um persönlich Erlebtes unter dem Aspekt der Bewunderung von Vorbildern und dem Ziel, von ihnen zu lernen.

III Meine Freunde, die Bücher

Der Autor ist Philologe und Lektor und da ist es nur folgerichtig, dass er (bestimmten) Büchern ein Kapitel widmet. Für mich gilt auch hier: Sie machen mich neugierig, mehr darüber zu erfahren, neue Erkenntnisse gewinnen zu wollen für eine mögliche Neubewertung und Neuausrichtung meiner Fragestellungen an das Leben und den Glauben.

Zusammengefasst (hier gehe ich das Risiko ein, dass diese zusammengefassten eigenen Gedanken dazu bei weitem nicht dem tatsächlichen Umfang und Tiefgang des Inhaltes entsprechen) lässt sich sagen:

Der Autor macht „das schöne Innere sichtbar, das“ -ohne ihn- „vielleicht hinter einer unscheinbaren äußeren Hülle verborgen bliebe“. Anmerkung: Ich habe den Autor mit seinen Worten zitiert (nachzulesen auf Seite 126, erster Abschnitt), um meine Grundempfindung bezüglich der Qualität seines Buches zum Ausdruck zu bringen. Er selbst verfasste seinen Text im Zusammenhang einer Beschreibung eines aufgeschnittenen Amethysts. Ich hingegen beziehe das Zitierte auf die Wirkung des Buchs insgesamt. Ich bin fasziniert von etlichen Geheimnissen, die der Autor mir offenbart. Und ja, es sind Mitteilungen eines Intellektuellen, die er aber bescheiden und auch für Nicht-Intellektuelle nachvollziehbar vermittelt, auch wenn man den einen oder anderen Begriff und den einen oder anderen Namen vielleicht nachschlagen müsste. Apropos nachschlagen von Namen: Ich will unbedingt mehr über Stuart Murray und sein Buch „Nackter Glaube – Christsein in einer nachchristlichen Welt“ (Neufeld-Verlag) erfahren. Baumann zeigt in einem Unterkapitel unter dem Titel: Welche Chancen bietet der Untergang des „Christlichen Abendlandes“ für Christen? wichtige Gedanken Murrays auf. Er schreibt: „Murrays These lautet zugespitzt, dass wir Christen jetzt wieder herausgefordert sind, uns auf das zu besinnen, was das Christsein eigentlich ausmacht, wenn es nicht mehr mit der staatlichen Macht verbündet ist, wenn sein Einfluss auf die Gesellschaft schwindet.“ (Thomas Baumann, Seite 139, letzter Absatz)

Lassen Sie mich noch zum Schluss meine Lieblingssätze dieses Buches zitieren. Sie beziehen sich auf das Thema „Identität“, welches für mich persönlich ein Lebensthema ist und Thomas Baumanns Ermutigungen darauf bezogen, sind mir besonders wichtig.

Er schreibt auf den Seiten 15 und 16: „Was kann ich von Jesus lernen in Bezug auf meine Identität? Jesus brauchte nie um Anerkennung zu buhlen, er brauchte nie andere für sich zu gewinnen; seine Identität war klar. „Du bist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe“, versicherte ihm sein himmlischer Vater immer wieder. Das war ein fester Anker, der jedem Sturm der Infragestellung, jeder Woge der Geringschätzung und Verachtung, der Beleidigung und Lästerung standhielt und Liebe selbst zu den niederträchtigsten seiner Feinde möglich machte. Jesus war der Liebe seines Vaters gewiss. Das machte ihn frei davon, anderen gefallen zu müssen. Er konnte seine Liebe frei und großzügig verschenken. Jesus war frei.“

Weil ich auch durch Jesus diese Liebe Gottes erleben darf und er mir immer wieder versichert, dass ich seine geliebte Tochter bin, will ich mir stets aufs Neue bewusst machen, wie frei ich bin (und dass ich nicht um Anerkennung buhlen muss).

Mehr Ermutigung geht nicht, wie ich finde.

Dieses Buch ist ein Must have!

Mehr Information erhalten Sie über folgenden Link: https://www.neufeld-verlag.de/shop/die-verschwoerung-der-verzagten/

Herzlichst, Ihre Brigitte Seidel